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Drei Tage Hüttentour in den Dolomiten: Von der Seceda über die Puez-Geisler

Es gibt Touren, über die man noch Jahre später redet. Unsere drei Tage durch den Naturpark Puez-Geisler gehören dazu. Wir sind Ende September gestartet, als die Sommerhitze vorbei war, die Hütten aber noch geöffnet hatten. Hier ist die Runde, wie wir sie gegangen sind.

Tag 1: St. Ulrich – Seceda – Regensburger Hütte

Mit der Seilbahn sparen wir uns die ersten 1.200 Höhenmeter und stehen um neun Uhr auf der Seceda. Der Blick auf die Geislerspitzen ist genau so, wie man ihn von Postkarten kennt, nur viel größer. Von dort geht es gemütlich über Almwiesen bergab zur Regensburger Hütte (2.037 m). Gehzeit: rund 3,5 Stunden.

Tag 2: Über die Puez-Hochfläche

Der Königstag. Über die Forcella de Sieles steigen wir auf die Puez-Hochfläche, eine Mondlandschaft aus grauem Schutt und rötlichen Bändern. Mittags gibt es auf der Puezhütte Gerstensuppe, nachmittags den langen Abstieg ins Langental. 7 Stunden, 900 Höhenmeter im Auf- und 1.100 im Abstieg.

Tag 3: Langental und zurück nach Wolkenstein

Zum Ausklang ein flacher Tag durch das Langental, vorbei an der kleinen Silvesterkapelle. Am frühen Nachmittag sitzen wir in Wolkenstein beim Eis und planen schon die nächste Runde.

Gut zu wissen

  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Anfang Oktober
  • Hütten: rechtzeitig reservieren, im August oft Wochen vorher ausgebucht
  • Anreise: mit dem Zug bis Bozen, dann Bus 350 nach St. Ulrich
  • Kondition: Trittsicherheit nötig, keine Klettersteig-Passagen
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Die sieben schönsten Bergseen der Ostalpen

Ein Bergsee ist für uns die perfekte Belohnung für einen Aufstieg: kurz die Füße ins eiskalte Wasser halten, Brotzeit auspacken, schauen. Unsere Favoriten zwischen Allgäu und Dolomiten:

  1. Seealpsee (Allgäu) – unter dem Nebelhorn, gut mit Kindern machbar
  2. Schrecksee (Allgäu) – mit Insel, steiler Aufstieg, unvergesslich
  3. Gaisalpsee (Allgäu) – zwei Seen übereinander, kaum Andrang unter der Woche
  4. Drachensee (Tirol) – an der Coburger Hütte, mit Blick auf die Sonnenspitze
  5. Lünersee (Vorarlberg) – groß, leicht erreichbar, schön zum Umrunden
  6. Lago di Sorapis (Dolomiten) – milchig türkis, im Sommer sehr voll
  7. Pragser Wildsee (Dolomiten) – am besten im Morgengrauen

Bitte beachten

Viele dieser Seen liegen in Schutzgebieten. Baden ist teils verboten, Zelten fast überall. Und bitte: Alles wieder mitnehmen, was man hinaufgetragen hat.

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Der erste Klettersteig: So gelingt der Einstieg

Stahlseile, Eisenstifte, Leitern – und darunter viel Luft. Klettersteige machen Gipfel erreichbar, die sonst nur Kletterern vorbehalten sind. Wichtig ist ein vernünftiger Einstieg.

Die Ausrüstung

  • Klettersteigset mit Bandfalldämpfer (nach aktueller Norm)
  • Hüftgurt
  • Helm – nicht verhandelbar, Steinschlag gibt es überall
  • Handschuhe mit Fingerkuppen-Aussparung

Für die ersten Touren kann man das Set in vielen Sportgeschäften und Alpenvereinssektionen leihen.

Die Schwierigkeit lesen

Klettersteige werden meist von A (leicht) bis E (extrem schwierig) bewertet. Für den Anfang eignen sich Steige der Kategorie A/B, die kurz sind und einen Notausstieg haben.

Unsere Fehler

Bei unserem ersten Steig sind wir zu spät losgegangen und kamen ins Gewitter. Seitdem gilt: Wetterbericht ernst nehmen, früh starten und bei Donner sofort runter vom Stahlseil.

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Mit dem Zug in die Berge: Anreise ohne Auto

Der größte Vorteil der Bahn: Man muss nicht zum Auto zurück. Plötzlich werden Streckentouren möglich – hier starten, dort ankommen, mit dem Bus zurück zum Bahnhof.

Unsere liebsten Verbindungen ab München

  • Garmisch-Partenkirchen – 80 Minuten, stündlich, perfekt für Zugspitzrunden
  • Oberstdorf – über Kempten, Ausgangspunkt für den Heilbronner Weg
  • Bozen – über den Brenner in gut vier Stunden, Tor zu den Dolomiten
  • Innsbruck – unter zwei Stunden, von dort mit der Nordkettenbahn direkt ins Karwendel

Spartipps

Frühbucherangebote lohnen sich vor allem für den Brenner. In Österreich und Südtirol gibt es Gästekarten, mit denen Busse und Regionalzüge kostenlos sind – nachfragen lohnt sich.

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Klammen im Allgäu und in Tirol: Wasser, Fels und Gischt

Wenn es oben auf dem Gipfel zu heiß oder zu nass ist, gehen wir in die Klamm. Dort ist es kühl, laut und eindrucksvoll.

  1. Breitachklamm bei Oberstdorf – eine der tiefsten Schluchten Mitteleuropas
  2. Partnachklamm bei Garmisch – im Winter mit Eiszapfen
  3. Rosengartenschlucht bei Imst – mit anschließender Hängebrücke
  4. Wolfsklamm bei Stans – Stege und Treppen zum Kloster St. Georgenberg
  5. Starzlachklamm bei Sonthofen – klein, wild und kaum bekannt

Die meisten Klammen kosten Eintritt und sind im Winter geschlossen. Rutschfeste Schuhe sind Pflicht, Regenjacke empfohlen.

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Schneeschuhwandern für Einsteiger

Wer gehen kann, kann auch Schneeschuhwandern. Die Technik ist schnell gelernt, die Ausrüstung lässt sich günstig leihen.

Die Ausrüstung

  • Schneeschuhe mit Steighilfe
  • Teleskopstöcke mit großen Tellern
  • Wasserdichte Winterschuhe, Gamaschen
  • Lawinen-Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) abseits präparierter Wege

Sicherheit zuerst

Für den Anfang eignen sich ausgeschilderte Schneeschuhtrails. Wer ins freie Gelände will, sollte einen Lawinenkurs besuchen und jeden Morgen den Lawinenlagebericht lesen.

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