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Norwegen im Herbst: Wandern über den Fjorden

Im Juli stehen an den bekannten Aussichtspunkten Norwegens die Menschen Schlange. Im September teilen wir uns den Fels mit drei anderen Wanderern und einem neugierigen Schaf.

Warum der Herbst?

  • Ruhe: Die großen Reisegruppen sind weg, die Parkplätze leer.
  • Farben: Die Heidelbeersträucher färben ganze Hänge rot.
  • Licht: Die Sonne steht tief, das Licht ist den ganzen Tag weich.

Worauf man achten sollte

Das Wetter wechselt schnell. Wir starten jede Tour vor Sonnenaufgang, nehmen Stirnlampen mit und kehren um, wenn Nebel aufzieht. Die Wege sind oft nass und rutschig, gute Schuhe mit Profil sind Pflicht.

Übernachten

Viele Hütten des norwegischen Wandervereins DNT sind auch nach der Saison als Selbstversorgerhütten offen. Den Schlüssel bekommt man mit einer Mitgliedschaft – eine der schönsten Arten, Norwegen kennenzulernen.

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Isle of Skye: Wandern zwischen Nebel, Mooren und Feenpools

Skye ist kein Ort für Schönwetter-Wanderer. Wer aber eine Regenjacke dabeihat und Geduld mitbringt, wird mit Landschaften belohnt, die wie aus einem Fantasyfilm wirken.

Unsere vier Lieblingstouren

  1. Quiraing – Rundweg, 7 km, mit Blicken auf bizarre Felstürme
  2. Old Man of Storr – kurz, steil, berühmt; am besten früh morgens
  3. Fairy Pools – glasklare Becken am Fuß der Cuillin-Berge
  4. Neist Point – zum Leuchtturm, perfekt zum Sonnenuntergang

Die Sache mit den Midges

Von Juni bis August sind die winzigen Mücken an windstillen Abenden eine echte Plage. Ein Kopfnetz wiegt fast nichts und rettet den Abend. Im September wird es deutlich besser.

Unterkunft

Wir haben in einem kleinen Bed & Breakfast in Portree gewohnt und sind mit dem Mietwagen zu den Ausgangspunkten gefahren. Ohne Auto ist Skye schwierig, die Busse fahren selten.

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Die sieben schönsten Bergseen der Ostalpen

Ein Bergsee ist für uns die perfekte Belohnung für einen Aufstieg: kurz die Füße ins eiskalte Wasser halten, Brotzeit auspacken, schauen. Unsere Favoriten zwischen Allgäu und Dolomiten:

  1. Seealpsee (Allgäu) – unter dem Nebelhorn, gut mit Kindern machbar
  2. Schrecksee (Allgäu) – mit Insel, steiler Aufstieg, unvergesslich
  3. Gaisalpsee (Allgäu) – zwei Seen übereinander, kaum Andrang unter der Woche
  4. Drachensee (Tirol) – an der Coburger Hütte, mit Blick auf die Sonnenspitze
  5. Lünersee (Vorarlberg) – groß, leicht erreichbar, schön zum Umrunden
  6. Lago di Sorapis (Dolomiten) – milchig türkis, im Sommer sehr voll
  7. Pragser Wildsee (Dolomiten) – am besten im Morgengrauen

Bitte beachten

Viele dieser Seen liegen in Schutzgebieten. Baden ist teils verboten, Zelten fast überall. Und bitte: Alles wieder mitnehmen, was man hinaufgetragen hat.

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Mit dem Zug in die Berge: Anreise ohne Auto

Der größte Vorteil der Bahn: Man muss nicht zum Auto zurück. Plötzlich werden Streckentouren möglich – hier starten, dort ankommen, mit dem Bus zurück zum Bahnhof.

Unsere liebsten Verbindungen ab München

  • Garmisch-Partenkirchen – 80 Minuten, stündlich, perfekt für Zugspitzrunden
  • Oberstdorf – über Kempten, Ausgangspunkt für den Heilbronner Weg
  • Bozen – über den Brenner in gut vier Stunden, Tor zu den Dolomiten
  • Innsbruck – unter zwei Stunden, von dort mit der Nordkettenbahn direkt ins Karwendel

Spartipps

Frühbucherangebote lohnen sich vor allem für den Brenner. In Österreich und Südtirol gibt es Gästekarten, mit denen Busse und Regionalzüge kostenlos sind – nachfragen lohnt sich.

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Wildcampen in Europa: Wo es erlaubt ist und wo nicht

Eine Nacht im Zelt neben dem Wanderweg gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen überhaupt. Die Regeln dafür sind aber von Land zu Land sehr verschieden.

Erlaubt (mit Regeln)

  • Norwegen und Schweden: Jedermannsrecht – eine Nacht, mindestens 150 Meter vom nächsten Haus
  • Schottland: Outdoor Access Code, außer in einigen Zonen am Loch Lomond in der Saison

Verboten oder stark eingeschränkt

  • Deutschland: grundsätzlich verboten, Ausnahmen auf ausgewiesenen Trekkingplätzen
  • Österreich: je nach Bundesland, oberhalb der Baumgrenze teils geduldet
  • Italien und Schweiz: regional sehr verschieden, in Naturparks verboten

Diese Übersicht ersetzt keine aktuelle Recherche vor Ort – Regeln ändern sich, und Schutzgebiete haben oft eigene Vorschriften.

Leave No Trace

Egal, wo man zeltet: kein offenes Feuer, nichts zurücklassen, spät aufbauen, früh abbauen.

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Küstenwandern: Wenn der Weg am Meer entlangführt

Berge und Meer schließen sich nicht aus. Einige der schönsten Wanderwege Europas verlaufen direkt an der Küste, und im Frühjahr oder Herbst sind sie angenehm leer.

Was Küstenwege besonders macht

  • Abwechslung: Klippen, kleine Dörfer, Pinienwälder
  • Gute Infrastruktur: Busse und Boote verbinden die Etappen
  • Die Belohnung: ein Sprung ins Meer nach dem Abstieg

Unsere Tipps

Viel Wasser mitnehmen – Schatten ist selten. Im Hochsommer lieber nicht wandern, die Hitze an den Felsen ist enorm. Und die Fährzeiten vorher prüfen, damit man am Ende nicht fünf Kilometer zurücklaufen muss.

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Klammen im Allgäu und in Tirol: Wasser, Fels und Gischt

Wenn es oben auf dem Gipfel zu heiß oder zu nass ist, gehen wir in die Klamm. Dort ist es kühl, laut und eindrucksvoll.

  1. Breitachklamm bei Oberstdorf – eine der tiefsten Schluchten Mitteleuropas
  2. Partnachklamm bei Garmisch – im Winter mit Eiszapfen
  3. Rosengartenschlucht bei Imst – mit anschließender Hängebrücke
  4. Wolfsklamm bei Stans – Stege und Treppen zum Kloster St. Georgenberg
  5. Starzlachklamm bei Sonthofen – klein, wild und kaum bekannt

Die meisten Klammen kosten Eintritt und sind im Winter geschlossen. Rutschfeste Schuhe sind Pflicht, Regenjacke empfohlen.

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Brotzeit am Gipfel: Unsere Lieblingsrezepte für unterwegs

Gutes Essen ist auf Tour die halbe Miete. Diese drei Klassiker halten zwei Tage ohne Kühlung und überstehen jeden Rucksack.

1. Nuss-Dattel-Riegel

200 g Datteln, 150 g Nüsse und 50 g Haferflocken im Mixer zerkleinern, mit einer Prise Salz in eine Form drücken, über Nacht kühlen und in Riegel schneiden.

2. Bergkäse-Wraps

Weizentortillas mit Frischkäse, Bergkäse, getrockneten Tomaten und Rucola belegen, fest einrollen und in Bienenwachstücher wickeln.

3. Couscous-Salat im Glas

Couscous mit heißer Brühe übergießen, mit Gurke, Paprika, Kichererbsen und Zitrone mischen. Hält im Schraubglas den ganzen Tag.

Und natürlich: Auf der Hütte gönnen wir uns trotzdem jedes Mal einen Kaiserschmarrn.

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